Das Magazin für umgebaute Motorräder

American-V2-Magazin

Werbebanner

Werbebanner

I-Kfz jemand dabei?

  • Meine Oma hat bis zum Schluss nicht verstanden, warum man eine CD nicht zurückspulen muss. Ein Arbeitskollege mit >40 Jahren im Beruf hat erzählt, wie er panisch vor dem ersten PC saß und nicht wusste, was er tun sollte, weil die Maus die Tischkante erreicht hatte. Die Welt dreht sich weiter. Viele drehen mit, andere bleiben stehen. Auch das CF ist die Digitalisierung dessen, was man früher nur in Gesprächen, beim gemeinsamen Schrauben oder in Magazinen und Katalogen mitbekommen hat.

    Selbst mit Anfang 30 fühl ich mich persönlich für vieles schon zu alt. Trotzdem verteufel ich den Fortschritt nicht dafür. Bürokratie war und ist auch in Papierform ätzend. Die App, um die es hier ursprünglich ging, macht das ganze weder besser noch schlechter.

  • Es hat hier glaube ich keiner was gegen Fortschritt und digitale Technik Ich finde es halt extrem ätzend, das einen gerade das Smartfon aufgezwängt wird. Die Momentane KI Geilheit kann doch kein halbwegs normal denkender Mensch toll finden. Aber wie war das mit den Lämmern und dem Schlachter.....

  • Ich hab nicht das Gefühl, dass mir Smartphone Nutzung im Alltag aufgezwungen wird. Klar, der Krempel ist omnipräsent aber fast nichts davon ist überlebensnotwendig. Wenn ich verzichten will, verzichte ich.

  • Ja geht meistens noch irgendwie. Noch....Versuch mal einfach z.B.ein Deutschlandticket zu erwerben, das du in Papierform mitnehmen kannst. Viele Informationen gibt es nur noch über QR. Ohne Internet geht sowieso fast nix. Es wird halt immer schwieriger gemacht ohne Smartfon zu leben. Komisch ne. Wer kennt sie nicht, die verzweifelten Damen die an der Kasse ihre Bonusgurkenpunkte mit ihren Telefon einlösen wollen....😁 Und nein, das sind nicht die Technik verweigernden Omis, sondern Leute um die fünfzig......

  • Ja okay. Mit Bahntickets hab ich persönlich sehr wenig am Hut. Mein privater Alltag würde sehr gut ohne Smartphone funktionieren. Im Beruf macht mir die halbgare Digitalisierung viel mehr zu schaffen. Pläne und Zeichnungen, die man (bestenfalls) erst nach stundenlanger Suche findet, digitalisierte Wartungspläne in irgendwelchen selbstgebastelten Apps, keine Zugriffe wegen abgelaufener und gesperrter Accounts. Und natürlich Maschinen, die den Dienst verweigern, wenn der Server am anderen Ende Europas streikt. Sowas nervt mich wirklich. Als Mechaniker will ich einfach nur 8 Stunden lang Schrauben drehen und mich nicht mit dem IT Support aus Ungarn oder Indien befassen müssen. Aber 8 Stunden sind 8 Stunden. Wie sinnvoll ich die nutzen darf, entzieht sich meiner Verantwortung.

  • .... Als Mechaniker will ich einfach nur 8 Stunden lang Schrauben drehen und mich nicht mit dem IT Support aus Ungarn oder Indien befassen müssen. Aber 8 Stunden sind 8 Stunden. Wie sinnvoll ich die nutzen darf, entzieht sich meiner Verantwortung.

    Wenn du aber Ordnern suchen und schleppen musst um deine Informationen zu bekommen geht´s auch nicht schneller. Digital geht´s in der Werkstatt mit dem Laptop schneller.

    Bahnticket buchen geht am Laptop auch schneller wie an diesem scheiss Automaten am Bahnsteig. Hab in München ein Ticket ziehen müssen :facepalm:

    Hat nur eine 1/4 Stunde gedauert ^^

    Es hat halt alles seine 2 Seiten.

  • Wenn du aber Ordnern suchen und schleppen musst um deine Informationen zu bekommen geht´s auch nicht schneller. Digital geht´s in der Werkstatt mit dem Laptop schneller.

    Da stimme ich absolut zu. Allerdings müssen die Systeme und Datenbanken dafür vollständig, ausgereift und benutzerfreundlich sein. Das sind sie in meinem Fall leider nicht. Und das ist ein milliardenschwerer Weltkonzern mit Zehntausenden Mitarbeitern... :facepalm:

  • Fortschritt und Technik muss nicht negativ belastet sein. Grundsätzlich kommt es doch darauf an wer das steuert und was neben positiven und dazugehörigen Propagana, im Grunde damit gewollt wird.

    Die Vorstellung mag manch einer für völlig absurd halten, aber der Teufel steckt immer im Detail.

    Wie würde es denn aussehen wenn man eine Digitale ID mit einer digitalen Krankenakte, digitalem Geld und digitalem CO 2 " Fußabdruck verdoppelt.

    Komisch geguckt an der Zapfsäule, im letzten Monat mehr als tausend Kilometer runtergerissen. Hupe, da kostet der Liter Sprit dann plötzlich ne Ecke mehr für Dich, oder vielleicht gibt's bis zum nächsten Ersten gar nichts mehr in den Tank. Vor Frust Dir ne Kippe anstecken wird eventuell auch nicht gehen, Dein digitales Geld ist dafür nicht vorgesehen, hast ja Herz,- Kreislauf. Und schon wieder Schokolade?! Ne, ne, ne, nicht bei Deiner Diabetes.


    Hört sich für Einige abstrus an, für Andere aber gar nicht so.

  • Nochmal was über mich und meinem obigen Post hinzugefügt.

    Ich hab 1975 meinen Führerschein gemacht. Damals genannt 3er. 1980 kam der 1er dazu. Alles auf nem grauen Lappen der lebenslang gültig war. Ich bin, wahrscheinlich wie viele hier im Forum, Individualist und als solcher blicke ich einfach mal ne lange Lebenszeit hinter mich. Viel gequake von Leuten die es vornehmlich gut meinen. Die mit allen möglichem Scheiß unser Leben verbessern und erleichtern wollen. Unsere Trägheit ist dabei schon eingepreist. Und mal ehrlich, was hat sich vereinfacht, beschleunigt oder verbessert. Im Grunde geht es um Konformität, gegen die Individualität. Den Älteren hier im Forum wird das ständig vorgeführt.

    Vor kurzem hatte ich noch mehrere Gespräche mit verschiedenen. Tüvern wegen einer Eintragung, die vor einigen Jahren kein Problem darstellten. Sie sagten ganz offen, das das von " oben" nicht gewollt sei.

    Ein Gesetzt ist schnell geändert, vor allem wenn man sich hinter EU Regulatur verstecken kann. Schnell mal jedes Jahr zum Tüv, oder Helmpflicht auch für Fußgänger. Man meint es ja nur gut mit uns. Da ist der Führerschein auf dem Handy dann mal schneller weg als man denken kann.

    Ich denke Dinge auch hinterfragen ist grade unter Individualisten der Grundstock um seine Freiheiten zu verteidigen.

  • Habe mich heute mal mit der App auseinandergesetzt. Ich benötigte Ausweis und PIN. Ausweis ist da, PIN nicht bekannt, da ich nie eine Verwendung dafür gesehen habe. Also neue PIN besorgen.

    Die Stelle, die dafür vorgesehen war, neue PINs per Brief zu versenden, wurde aus Kostengründen geschlossen. Also geht der Bürger jetzt selbst ins Bürgerbüro. Na toll, jetzt soll ich noch die Arbeit machen || Eine kurze Recherche hat ergeben, der PIN-Service hat dem Staat Millionen gekostet. Viele Briefe kosten Geld.


    Bin dann mal ins Bürgerbüro gefahren. Das Wartezimmer war leer, bin direkt rein und nach 5 Minuten direkt wieder raus mit neuer PIN. Gekostet hat es nur meine Zeit.

    Anschließend die Fahrzeuge angelegt. Das ging schnell von der Hand, war sehr intuitiv gelöst und hat sofort funktioniert. Nebenbei ist der APP aufgefallen, dass die HU bei meinem Oldie letzten Monat abgelaufen ist.


    Wie schon bekannt, sind die Eintragungen in Feld 22 nicht komplett. Die Beiblätter fehlen noch.

  • Eigentlich liegt es doch ganz offen. Es gibt immer zwei Betrachtungsweisen. In der Regel läuft das Spiel so, daß die elektronischen Neuerungen ja immer positiv belegt verkauft werden. Im Nachhinein wird es aber offensichtlich, das sich dadurch für unserein überhaupt nichts verbessert. Die zwischenmenschlichen Beziehungen lösen sich in Luft auf, die Kontrolle wird verfeinert.

    Solange man mitschwimmen kann, gut bezahlter Job, gesund,im Hirn nicht so verkümmert das noch echte soziale Kontakte bestehen, bekommt man das ja kaum mit. Auffällig wird das erst, wenn man auf Hilfe angewiesen ist. Wenn das Leben irgendwie in Schieflage gerät.

    Was ist im Gesundheitssystem besser geworden, oder besser gesagt, was ist überhaupt besser geworden.

    Ein Scheiß ist besser geworden, außer die allumfassende Kontrolle des Einzelnen.

    Wer offen durchs Leben läuft sollte mal nen Blick nach China riskieren. Gesichtserkennung, Sozialkredits, etc.

    Ein Telefon, das behilflich ist mir schnell mal den Weg von A nach B zu zeigen vereinfacht mein Leben, macht mich auch effektiver Teile für meinen Umbau zu finden, hier Gleichgesinnte zu finden,etc, etc. Wir sind aber noch ne Generation die auch noch Karten lesen können und reale Freundschaften pflegen und uns gar nicht in den Sinn kommt, das es heute schon Generationen gibt, denen das alles abtrainiert wird. Dumm läßt sich gut lenken und der Dumme checkt ja nicht das er dumm ist.

    Ich könnte mich hier noch ewig auslassen, sollte nur mal zum nachdenken anregen, zwischen Schrauben und Motoröl.

  • Gehört zwar nicht hier her, aber im übrigen habe ich noch n alten Tüver gefunden der mir bei meiner XV 1600 ein 18 Zoll Speichenrad für vorne und einen 260er Hinterreifen auf 8,5x18 eingetragen hat. 8)

    Airride von TB hab ich mir auch noch mal gegönnt. Moppi ist jetzt fertig. :)

  • Noch was Senf von mir dazu,


    Zum OT, find ich OK, solange (wie's hier auch Tenor zu sein scheint) man die Wahl hat. Für mich persönlich wär's nix, bei mir ist zu schnell der Akku leer, der Speicherplatz voll und ich lass mein Gerät auch gern mal zu haus.

    Smartphone-Zwang, Kumpel von mir hatte sich vorgenommen ohne auszukommen und lebt seit zig Jahren mit so einem alten Nokia, nur wird das entsprechende Netz für diese Teile wohl bald abgeschaltet sagt er und dann kommt er nicht mehr drumrum. Zwang sehe ich dadurch zwar nicht, denn man kann auch 2026 einfach ohne Mobiltelefon leben. Muss man sich halt fragen, ob man das will. Ich persönlich find das Teil praktisch und benutze es auch für einfache Dinge, die meinen Horizont nicht übersteigen.

    Beim Mopped fahren benutze ich für Touren etc nie Navis und ich belächle die ganzen "Wanderer", die bei uns auf ihr Smartphone starrend versuchen, den im Netz eingetragenen, aber analog nicht verfügbaren Waldweg zu finden, aber auch dass muss jede(r) für sich entscheiden (dürfen). Und auch hier gilt, dass das schon Vorteile hat: einmal war ich durchaus dankbar dass mein Bruder mit einer Navigationsapp umgehen konnte, als wir mitten in der Fremde abends ne Tankstelle gebraucht hatten. Karren über unbeleuchtete Landstraßen schieben, das geht alles und bringt Leute aus meiner und den Generationen aufwärts auch nicht aus der Ruhe. Ich mach zwar gerne auf Old-School, und manchmal mag ich mir damit auch selbst im Weg stehen, aber ein bisschen gesunden Fortschritt mach ich auch gerne mit. Sonst wär ich ja auch nicht in diesem Forum. Ich hab sogar Instagram, weil das Öffentlichmachen von Bildern für mich klare berufliche Vorteile hat.

    Ich nehm immer die alten Phons von meiner Frau, z.Z. ist das so ein Samsung S7. Da hat man's dann halt nur, dass irgendwann irgendwelche Apps einfach nicht mehr funktionieren, z.B. geht seit kurzem audible nicht mehr, das fand ich echt super. Krieg dann beim Update gesagt, "diese App funktioniert auf ihrem Gerät nicht". Insofern muss man schon bisschen Schritt halten, was ich offenbar zu langsam tue. Ist für mich aber auch OK, da fluch ich halt dann was und hacke auf dem Fortschritt rum. Aber das ist ja meine eigene Baustelle.


    Ich stimme aber auch zu, dass sich zu sehr darauf verlassen wird, dass da schon alle schnell genug mitkommen. Ich habe auch im eigenen Umfeld genügend Beispiele, wo die Menschen damit überfordert sind, aber teilweise gar keine Wahl haben, nach dem Motto schwimm oder stirb. Nicht alle haben Enkel, Verwandte oder Freunde, die einem dann helfen.


    Aso, und Ich weiß jetzt dass ich ein Xennial bin, geil.

    "There's two types of people, good people and bastards. Nothin' else comes into it."

    Lemmy