• Lange ist's her.

    Die Bilder sind damals noch mit Film entstanden und anschließend eingescant, deshalb die schlechte Bildqualität. Sorry.


    Hier mal ein paar Bilder meiner VN 800, mit der ich von 1995 bis 2003 gut 90.000 km abgespult habe. Sie war ein treues Fahrzeug, die so einiges aushalten mußte.

    Wie Ihr sehen könnt war ich nicht ganz untätig. Damals gab es so gut wie nix im Zubehörhandel. Also habe ich angefangen mir die Teile selber zu bauen.




    Der Sitz war eine komplette Eigenkonstruktion. 1mm starkes Blech, ca.2cm Polsterung und an den Seiten eine Blende runtergezogen damit man nicht so drunter gucken konnte. Ich bin auf diesem Sattel 1000 km am Stück gefahren und ohne nennenswerte Probleme am Ziel angekommen. Tatkräftige Unterstützung bekam ich dabei von Volker von der Biker-Schmiede.

    Die Zündspulen wanderten aus dem Seitendeckel nach vorn unter den Tank. Dort gibt es eine Stelle wo man sie mit einem Blech anschrauben kann. Dadurch hatte ich etwas Stauraum gewonnen, wo ich dann mein >Erste Hilfe-Päckchen< (welches ja in Österreich Pflicht ist) hervorragend verstauen konnte.

    Desweiteren wurde sie knapp 5cm tiefergelegt. Anschließend hatte sie zwar einen Federungskomfort wie eine Parkbank, aber das war mir da erst einmal egal. Um die Optik wieder herzustellen (jetzt stand sie ja logischerweise vorne höher) habe ich die Gabelrohre um das gleiche Maß wie die Tieferlegung durch die Gabelbrücke geschoben. Allerdings war der Anblick mit den oben rausstehenden Gabelrohren nicht gerade sehr berauschend. Also habe ich zwei Kappen aus Alu gedreht und sie draufgesteckt.



    Was ich bei der Tieferlegung jedoch nicht beachtet hatte war die Tatsache, daß ja nun mein Seitenständer zu lang war. Aber auch dafür fand sich ziemlich schnell eine Lösung. Ich trennte ein 3cm langes Stück raus und schweißte ihn wieder zusammen. Aber irgendwie war ich mit dem Ergebnis nicht so richtig zufrieden. Ein Harley-Seitenständer aus taiwanesischer Zubehörproduktion war dann die Lösung. Ich baute mir eine Adapterplatte und schraubte sie hinter die Fußrastenanlage.






    Der Trend vieler Schrauber ging Richtung Minimalismus. Winzige Blinker, winziges Rücklicht, Kabelinnenführung, versteckte Bowdenzüge, und und und. Ich fand es gut, daß man alles sehen konnte. Und meine komplett selbst gefertigten Blinker und das Rücklicht sind ein guter Beweis dafür, daß Großes nicht unbedingt unansehnlich sein muß. Am Anfang waren viele skeptisch gewesen, aber als sie dann das Endergebnis gesehen haben, kamen doch lobende Worte rüber.





    Naja, letztendlich ist ja zum Glück alles Geschmackssache.

    Hier noch ein Bild von der BMT 2003. Ein paar Monate später hatte ich sie dann verkauft.