Ulli‘s kleiner Blechklopfthread

  • Ja, das denk ich mir auch, wird wahrscheinlich zu hart werden, glaub, wenn das Leder dicker is sollte das reichen.

    Hab heut bei meinem Gasfritzen ne olle Flasche angefragt, wenn er was passendes hat, darf ich´s gerne haben, will nich mal den Schrottpreis, netter Laden:thumbup:

  • Der Ledersack ist ein Verschleissteil, den letzten hat ein Sattler für mich genäht.

    Dinosaurier war Spaltleder hat gehalten, bis der Sand rieselte.

    https://www.ebay-kleinanzeigen…beiten/789836638-223-4499


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    https://www.amazon.de/Cleco-te…blechbearbeitung+werkzeug


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    https://www.amazon.de/Klopfhol…blechbearbeitung+werkzeug


    https://www.amazon.de/Bahco-36…blechbearbeitung+werkzeug


    Was man alles so findet.

    Ledersäcke habe ich schon ein paar durch.

    Hämmer habe ich noch immer alle.

    Nun hat jeder seinen Lieblingshammer meine kommen von unterschdlichen Herstellern,

    einige sind selbst gebaut oder umgeschliffen.

    Handamboss habe ich auch mehrere, Einer meiner häufig benutzten ist ein Vierkant Metallklotz der an der Vorderachse vom

    Golf 3 montiert war.

    Einigen reicht es sich für 15 Euro Werkzeug im Bauhaus zu kaufen.

    Geht bei mir nicht, wenn ich einen Hammer bestelle, er ankommt. nehme ich ihn in die Hand,

    Habe ich keine Verbindung , geht er zurück

    Es arbeitet auch kein anderer mit meinem Karosserie Werkzeug.

    Habe einen Ausbeulsatz der Bundeswehr von 1959 dort ist Picard, Belzer ,Stahlwille, Matador drin. Fast alles angepasst.

    und liegt immer noch Super in der Hand.

  • JUPP .... war schon hier richtig Ulli ... Du hast nichts falsch gemacht.

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  • Hier mal die grobe Vorgehensweise wie man einen Fender herstellt.


    Teil 1 - Formgebung


    Als erstes wird natürlich das Blech abgemessen und ausgeschnitten. Danach zeichne ich mir die Mittellinie sowie die Flankenlinie ein. Dazu kommen aller 5cm ein Querstrich, da setzt man später die Stauchschläge.

    Wenn man das alles hat, ist schon viel gewonnen, denn hier sollte man penibel vorgehen sonst wird der Fender krumm und schief.


    Nun formt man als erstes den Radius. Dazu zieht man das Blech entweder über den Oberschenkel und drückt dabei die Enden runter oder man macht es in einer Rundbiegemaschine.

    Diesen Schritt kann man auch weglassen aber dann muss man später umso mehr das Blech stauchen. Der Radius muss hier noch nicht absolut passend sein, das kommt alles später.


    Nun legt man sich das Blech auf den Sandsack und beginnt mit einem Treibhammer das Blech entlang der Mittellinie zu treiben. Immer schön gleichmäßig schlagen und, dafür die Querstriche, versuchen in den Zwischenräumen zu bleiben. Diesen Durchgang wiederholt man 2-3mal, je nachdem wie stark die innere Wölbung sein soll.

    Als nächstes treibt man das Blech im Bereich links und rechts der Mittellinie. Diesen Durchgang kann man auch 2mal wiederholen.


    Hier sieht man die ersten Durchgänge auf der Mittellinie und jeweils links und rechts dieser.



    Nun geht es auf den Baumstumpf mit Mulde um die Seiten zu stauchen.


    Hier sieht man schön die Faltenbildung nachdem man das Blech in der Mulde gestaucht hat. Außerdem sieht man, das sich das Blech langsam wölbt.



    Diese Falten glättet man danach auf einem flachen Teil des Baumstumpfes. Dabei geht der Radius wieder leicht auf aber das ist nicht weiter schlimm, das wird noch passend. Den groben Radius sollte man trotzdem immer wieder überprüfen. Ich nehme dafür einen alten Reifen, man kann sich aber auch Radienschablonen aus Pappe anfertigen und diese an den Fender legen.



    Nun setze ich wieder Treibschläge von der Mittellinie bis nach aussen, natürlich auf beiden Seiten des Kotflügels. Nur die Flanken bleiben unangetastet. Denn wenn man diese trifft, streckt man das Blech und der Fender geht wieder auf.

    Diesen Vorgang wiederholt man so oft, bis die gewünschte Wölbung und der gewünschte Radius entsteht. Man wird auch hier schnell wieder ein Faltenbildung an den Rändern haben, diese werden dann immer wieder flach geklopft.

    Man sollte sich auch immer mal wieder die Kberseite anschauen um zu sehen wo noch getrieben werden muss. Der Fender soll eine durchgehende Wölbung haben.



    Hier sieht man, das entlangt der gestrichelten Linie noch getrieben werden muss, da hier noch deutliche Täler sind.


    Langsam aber sicher entsteht die gewünschte Form.





    Nun geht es an die „Feinheiten“ im Formgebungsprozess.

    Hierzu schaut man sich den Kotflügel an der Oberseite an. Man wird immer wieder Krater finden. Diese werden dannauf der Innenseite mit leichten Schlägen dem umliegenden Bereich angepasst, man setzt Verteilschläge.

    Je sauberer man hier arbeitet, umso weniger muss man später glätten.









    Nun steht die grobe Form des Fenders.

    Im nächsten Teil geht es dann an das Glätten in der Rollenstreckmaschine.



    LG

    Ulli