Neuling hat Fragen zum Chopper-Umbau seiner Triumph :-)

  • Hallo Leute,
    zunächst mal möchte ich mich vorstellen.
    Ich bin der Markus, gelernter Industriemechaniker und begeisterter Bastler.
    Vor einigen Jahren habe ich mir mit der Hilfe von ein paar Freunden einen 1967er Käfer aufgebaut.
    Der Gute is inzwischen n ganz flotter flitzer mit diversen Eingriffen in den Motor.
    Da lässt man so manchen BMW an der Ampel stehen :-)


    Meine KFZ-Schrauber Erfahrung beschränkt sich derzeit aber auf Autos.
    Von Mopeds hab ich (noch) keine Ahnung. Das bitte ich zu berücksichtigen, wenn ich die eine oder andere vielleicht dumme Frage stelle. :-)


    So jetzt aber zum Thema:
    Ich hab mir vor einiger Zeit eine 1970er T120 mit angeschraubtem Starrheck zugelegt. Sie war recht runtergekommen und stand auch lange rum. Udo Sacher von US-Custombikes hat sie mir wieder fit für die Straße gemacht. Er hat wirklich tolle, saubere Arbeit geleistet. Aber jetzt möchte ich die ursprüngliche Optik nochmal nach meinem eigenen Geschmack anpassen.
    Dazu habe ich 2 Fotos in den Anhang gelegt: Der Ist- und Soll-Zustand.


    - Ich hätte gerne eine schmalere Gabel. Kann man da evt. die Gabelbrücken tauschen und die Telesokbeine behalten? wenn ja: welche Gabelbrücken passen denn für den Standard Lenkkopf? Nur Triumph oder auch andere Fabrikate?
    Vielleicht weiß auch jemand, was da bei mir für eine Gabel verbaut ist ? Intruder vielleicht?


    - Das Hinterrad gefällt mir noch nicht. Da möchte ich gerne eine größere Felge habe (min. 18"). Das möchte ich durch Umspeichen erreichen. Hoffe ich bekomm das Platzmäßig unter…


    Würde mich freuen, wenn Ihr mir n paar Tipps geben könntet :-)


    Beste Grüße,
    Markus

  • Moin Markus,


    schau in deine Zulassung bzw. in den Service mnual...die Bonnie rollte ab werk auf 18 und 19" Rädern...von daher rückrüstbar.
    Das linke Bild zeit ne pre unit Bj 46-54 mit HD Springergabel, das rechte Bild irgendeine abgedrehte Gabel mit ner kleinen 160 oder 180mm Duplexbremse drin...vermutlich beides alte Japaner Ende 60-70 Bj....ganz klar keine Trudengabel
    Schau dich nach ner Unit Gabel pre OIF um...schreibe Wuselwahnwitz hier aus dem Forum an...hat bestimmt was stehen im brauchbaren Zustand, neue Dichtringe, frisches Öl und das was original funktioniert und ran gehört...habe hier auch bei Bedarf die Gabelbreiten von Triumph von Bj 57-82 zur Hand bzw. eine Etage tiefer im original zu stehen...
    Falls Bilder brauchst dann per mail oder WA...wegen Bildgrößenbeschränkung hier.


    Setze mal aussagekräftige Bilder von deiner Unit rein.


    Habe bei meiner 63er Bonnie ne HD Zubehörbrücke drin von HPU...habe das Joch von ner anderen Brücke umgepresst...
    Man kann auch ne Sporstergabel oder Jappsengabel verwenden...gibt es für n überschaubaren Taler.
    Im übrigen bekommst auch Britbikeforum CBBC wichtige Infos von alten Hasen
    Lade dir ein Werkstatthandbuch und ne Teileliste von classicbike-biz runter...ansonsten kann ich dir auch was per mail senden...wirst du öfter brauchen, als dir lieb ist.
    http://www.classicbike.biz/Triumph/Triumph.htm

  • Dein Hinterrad bekommst so wie es ist gut verkauft und ne Garnspulennabe gibt es ab und zu für überschaubares Geld.
    Wusel hat bestimmt auch komplette Räder stehen
    Habe auch ein Vorder und Hinterrad von ner 67er TR6R stehen...die ich bei meinem zweiten starren Projekt verwenden wollte....gebe mal deine beiden Felgen/Radgrößen durch...sowie den Standrohrdurchmesser, Holmabstand und Gabellänge Mitte Achse bis zur Verschlußschraube....vielleicht kommen wir zusammen.


    In Serie hat die Bonnie von Bj.66-70 von ne 8" Doppelduplex (ggf. auch optional) die recht ordentlich verzögert und verdammt lecker anzusehen.

  • Hallo Öko!
    Vielen herzlichen Dank für Deine ausführlichen Antworten! :-)
    Bilder und weitere Antworten kommen heut mittag. Jetzt muss ich erstmal zur Arbeit.


    Spaßbremse : Mit Umspeichen meine ich, dass ich meine Nabe komplett mit Lagern und Bremse behalten kann und nur eine neue, größere Felge eingespeicht wird. :-)


    Sodenn.
    Beste Grüße,
    Markus

  • Hallo nochmal,
    anbei noch ein paar bessere Bilder von den betreffenden Teilen.
    Das Hinterrad ist 5x16 und vorne ist 3x21 verbaut.
    Da die Mühle nicht hier steht kann ich leider noch nix messen. Wird auch noch dauern, weil heute meine ersten 2 Wochen Urlaub in diesem Jahr anfangen und ich weg fliege :-) Also nicht wundern, wenn ich die nächste Zeit nicht reagiere.


    Aber passt das denn so einfach mit nem neuen Hinterrad? Vom Gefühl her (Ahnung hab ich ja nicht viel davon) würde ich Umspeichen für sicherer halten...
    Hab halt bloß Bedenken, dass da gar kein Original Rad reinpasst. Vom Durchmesser her.. Wie groß ist denn ein bereiftes 18" Rad außen?


    Danke schonmal!

  • Moin allerseits!


    Irg'n'dwie kommt mir der Ofen bekannt vor :rolleyes: , könnte einer der HEC-TEC Lowrider aus den frühen 90er Jahrne sein, wie auch immer....


    Schön wäre ja erstmal zu wissen ob das Dingen denn 'nen Brief hat, mit allen relevanten Eintragungen. Einzelheiten dazu gerne als PN.


    So: Vorne ist eine (wahrscheinlich) Japanergabel mir nicht näher bekannten Herstellers verbaut. Ebenso das Vorderrad (36 Speichen).
    Grunzsätzlich finde ICH das Dingen aber recht gelungen (bis auf das doofe Hinterrad bzw. der Felge)
    Zwecks umspeichen hätte ich sogar noch ein oder zwei passende Felgen zur Hand, die sind aber vom Chrom her Kacke, Kunststoffbeschichten wäre aber okay.
    Noch dieses Jahr bekomme ich allerdings komplette "spool hub" Räder (so wie Deine Nabe) mit benutzbarem Chrom. Neue Felgen sind aber auch nicht soooo teuer, vor allem wennman keinen Wert auf "Superoriginal" (In diesem Fall Dunlop oder James Felgen) legt.


    Der (Reifen)Durchmesser von 16" auf 18" ist aber vernachlässigbar. Eventuell müsste das hintere Schutzblech angepasst werden, glaube ich aber eher nicht.


    Eine schmalere Gabel als die? Da bliebe ja entweder der Rückbau auf die originale oooooder eine schmale Japangabel. Wenn Du weisst woher die Gabelrohre stammen, könntest Du ja auch die dazu passenden Originalbrücken nehmen......und schwupp: schmaler.


    Ich würde das aber nicht machen, das ganze sieht doch mehr als okay aus.
    Mein Tipp: TÜVen (falls möglich oder nötig) und erst mal die kommende Saison fahren. Wenn was ab- oder auseinderfällt kannste Dich erstmal an die Materie gewöhnen.


    Erster Ansprechpartner für (Motor) Ersatzteile ist Joe Seifert von Nortonmotors.de (Bestellungen per Motornummer).
    Bei gebrauchtenTeilen könnte ich Dir durchaus weiterhelfen.
    Ein Teilekatalog (für das Motorbaujahr) ist obligatorisch, das Werkstatthandbuch schadet auch nicht (Und wenn es in Englisch ist, geil: dann lernt man noch was :P )


    Und schade eigentlich: Ich hab' grad'n Vorderad (konische Nabe) mit passender (schmalen) Gabel verkauft.....tja...sorry :hey:


    Auf jeden Fall: Viel Spaß!!


    Und wenn was ist, mach' Meldung!!


    Cheers


    Wusel

  • Gabelbrücke sieht sehr nach einer alten "AME Gabelbrücke" aus, dafür sprechen die typische Bauform, Design und Klemmschrauben der Gabelrohre.

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  • Odin war nahe dran , denke mal das is ne olle Gabelbrücke von "drag specialities" aus Ende der


    80er und Tauch/Standrohre entweder Yam XS 650 oder Kawa LTD 750 Twin .


    Mess mal den Holmdurchmesser , dann kommst du weiter ;)


    Gruß von der Alb

    Es gibt immer was zu tun,
    BAUEN WIR'S UM

  • Hallo zusammen!
    Erstmal vielen Dak für Eure zahlreichen und ausführlichen Antworten.
    Bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt melde, aber ich war die letzten 2 Wochen nicht da.


    Also ich hab mal meine Gabel vermessen:

    • Durchmesser dünne Gabelrohre= 41mm
    • Durchmesser dicke Gabelrohre=52,5mm
    • Rohrabstand= 230mm
    • Gesamtlänge der Gabel= 780mm
    • Vertikaler Abstand der Gabelbrücken=Länge Lenkkopf=ca.175mm

    Zur Frage bzgl. Zulassung: Sie hat alle nötigen Eintragungen und ist zugelassen.
    Allgemein ist noch zu sagen, dass die Gabel unheimlich hart ist (was nicht so das gelbste vom Ei ist..)
    Und die Vorderradbremse ist sehr schwach. Mir ist bewusst, dass es keine Hydraulikbremse ist, aber wenn man Angst hat den Hebel abzureißen und immernoch kaum was kommt, simmt doch was nicht..
    Ich würde also gerne mal die Belege tauschen und gucken was dann passiert, dazu müsste ich aber wissen, was das überhaupt für ein Vorderrad ist...


    Dann sind da och die vorverlegten Fußrasten. Sieht cool aus, ist aber grade beim Bremsen nicht so dolle, da ich kaum Kraft aufs Pedal bekomme. Ich bin 1,80m groß. Kann man da noch die Serien Rastenanlage empfehlen? Immerhin sitzt man auf dem Bock ja tiefer als bei der Serien-Bonnie.
    Vielen Dank schonmal.
    Beste Grüße,
    Markus


    P.S. Bitte korrigiert meine mangelnde Fachsprache. Ich möchte lernen :-) Danke!

  • bei 41er Standrohren wird es ne Gabel aus den späten achtziger Jahren aufwärts sein....zu dem auch mindestens 2-4" gechoppt.
    Aufmachen, weichere Federn und dünneres Gabelöl rein....da die Gabel vermutlich für ein schweres Krad konzipiert wurde....original hatten die alten Triumph von 33,x bis 35,x mm dünne Standrohre bis in die achtziger verbaut...somit in sich auch nicht sonderlich stabil.
    Die Trommelbremse aufmachen, reinigen, Beläge mit Sandpapier kurz anschleifen, wie auch die Trommel, Leerweg aufs Soll minimieren, das die Winkelstellung des wirksamen Bremshebel passt....ist eben ne Kleine Duplex von ner Jappse (HONDA CB250/350 http://www.ebay.de/itm/CB-250-…b49aeb:g:amoAAOSwT5tWNi9U anders herum montiert....das kann es schon sein)oder vielleicht auch von ner Jawa. Schau mal nach, ob die Beläge auf der gesammten Fläche tragen...verbogen, verschlissen, alt, verschmutzt sind, Trommeldurchmesser zum Backenradius passt.


    ich würde dir eher zu einer originalen 8" Duplex oder 8" Doppelduplex (ab 66-70 in Triumph und BSA verbaut) raten...die sauber eingestellt mit frischen, weichen Belägen...dann bekommst ne vertretbare Verzögerung....ein gut greifender Pneu macht den Rest.
    http://www.ebay.de/itm/Triumph…ad590c:g:0ukAAOSwstxVfrjX
    Da fehlt noch das Gestänge zwischen beiden Bremshebeln.
    Solch Bremse hat bestimmt Wusel auch noch liegen...ich eben auch.
    Gibt auch noch weitere Möglichkeiten, wenn der Geldbeutel zu schwer ist...bis hin zu mit acht auflaufenden Bremsbacken...Renntrommelbremse 8o

    http://www.fast-dogs.de/fotoga…tml/105-IMG_0151.JPG.html
    23 Jahre The Fast Dogs MF Meyenburg 09.-11.August 2019 große Sommerparty
    4/6 Kolbenbremszangen incl. neuem Adapter aus Duraalu für vorn bzw. VA Bremsanker für hinten (nur 14er Trude) ... mail an mich. VS600-1400+ VL1500

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Öko ()

  • Hallo zusammen!

    Es ist jetzt schon eine ganze Weile her, aber ich war nicht ganz untätig.

    Es ist mir gelungen den Vorderbau einer Daelim Daystar 125 zu verpflanzen. Dazu musste der Dorn gekürzt, das Gewinde verlängert und Lagerschalen für Kegelrollenlager angefertigt werden.

    Außerdem habe ich meine beiden Räder umspeichen lassen. Vorne von 19" auf 21" und hinten von 16" auf 18" :-)


    Der Motor wurde schon vor längerer Zeit von der SouthernDivision in München überholt und wartet seither geduldig auf den ersten Tropfen Sprit.

    Anbei ein paar Fotos vom aktuellen Stand der Dinge :-)

  • Oh man ... ich DRÜCKE Dir so DOLL die Daumen, das Du diesen ganzen Umbau auch eingetragen bekommst.

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  • Hallo Freunde,

    es sind nun wieder einige Monde vergangen, in welchen ich hin und wieder mal was am Krad machen konnte.

    inzwischen siehts schon ganz brauchbar aus.

    Die Elektrik hab ich fertig. Was noch fehlt sind Öl- und Treibstoff-System.

    Was meint Ihr dazu?

    Welchen Auspuff soll ich verbauen?

    Wie könnte ich einen Sozius-Sitz realisieren ohne dass es die Optik stört?

  • :muaha:muaha .... rückwärts bauen

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